Presse

21.03.2015

Kommt alle her, singt dieses Lied

 

 

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Der ChorVerband NRW wirbt beim Singförderprojekt „Toni singt im Liedergarten“ mit der griffigen Formel, dass schon die Jüngsten lernen sollen, mit der Stimme zu spielen. Es ist ein wichtige Erkenntnis, die musikalische Früherziehung in jeder erdenklichen Weise zu fördern. Dabei muss man das Interesse, die Neugierde, die Kreativität, die Phantasie und die natürliche Lust auf Bewegung wecken und in die rechten Bahnen lenken! Das geschieht u.a. durch die bewusste Verwendung von elementaren Instrumenten und einer ausgewiesenen Experimentierphase. Das aus Glöckchen, Klanghölzern, Trommeln etc. bestehende elementare Instrumentarium bietet vielfältige Möglichkeiten, mit Klangeigenschaften und Spielweisen zu experimentieren und Lieder zu begleiten. Das konnte man in der geglückten Stunde bei den silberhellen Cymbeln beim Lied „Schneeglöckchen läuten den Frühling ein“ ganz beispielhaft hören.
Alles geschieht das auf spielerische und plausible Weise, wie das die zertifizierte Liedergartenlehrerin Natalie Schwab in den Räumen der Kirche an der Sieg instruktiv in Singgruppen von 2-4 bzw. von 4-6 Jahren erleben ließ. Dabei wird die liebenswerte Musikpädagogin, Sängerin, Musikerin und Stimmbildnerin von Müttern und dem Patenchor „La bella musica“ Bröl unterstützt. Bei ihrer musikpädagogischen Arbeit geht sie wirklich mit Leib und Seele zu Werke geht und denkt sich in die Kinderseelen hinein.
Ihr Tun ist darauf ausgerichtet, die Kinder für die Musik, das Singen, den Rhythmus und die Bewegung zu begeistern und die eigene Stimme in vielen Facetten auszuprobieren. Dabei helfen ihr die Mütter und der strohblonde Toni, der hilft das Interesse unmittelbar auf die Leiterin zu lenken. Er ruft den Kleinen das eine oder andere Wort zu und ermuntert sie noch eifriger mitzumachen! Dieses pfiffige Kerlchen ist nicht mit Geld zu bezahlen. Doch die eigentliche Arbeit liegt bei Natalie Schwab, was ein sinnfälliges Beispiel deutlich machen soll. So griff sie in eine Kiste und zauberte bunte Tüchlein hervor! Mit diesen tanzte man, ehe diese auf dem Boden zu einer Blumenwiese drapiert wurden. Begleitet wurde das alles von Liedern von der Sonne, dem Frühling und Blumen und dadurch lebendig illustriert und bildhaft ausgestaltet.
Dann holten die Kleinen bunte Blumenkissen hervor und folgten mit den Müttern dem Beispiel der Leiterin, die sich mit dem müden Toni ausstreckte und eine schöpferische und wohltuende Pause einlegte. Dann war die Geister und Gemüter wieder erfrischt und man konnte sich so dem Lied vom flinken Häschen widmen, das in das Mühlenbächlein gestolpert war. Die muntere Geschichte wurde vor- und mitgesungen und mit lebhaften Gesten akzentuiert. Das triefende Häschen sollte letztlich auf die nächste Singstunde und den Osterhasen einstimmen. Begrüßt hatte man sich anfangs gemeinsam und einzeln mit „Kommt alle her, singt dieses Lied“ und verabschiedete sich fröhlich voneinander mit einem Lied, das man im Reigen anstimmte.
Walter Dohr